
Was darf ich hoffen? Diese Frage steht im Mittelpunkt von Kants Schrift Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, seiner ersten großen Publikation nach den drei Kritiken. Damit markiert das Werk einen Perspektivwechsel in der Religionsphilosophie. Gott erscheint nicht mehr wie etwa in der Scholastik als Gegenstand der Erkenntnis (als etwas, das sich vielleicht sogar beweisen lässt), sondern als Gegenstand der Hoffnung, als Fluchtpunkt, auf den der moralisch handelnde Mensch gerichtet ist. Auf diese Weise schließt die Religionsschrift unmittelbar an Kants praktische Philosophie an und verbindet auf originelle Weise die Vorstellung einer autonomen Moral mit dem Glauben an einen transzendenten Gott. Darüber hinaus entwickelt Kant faszinierende Deutungen althergebrachter christlicher Doktrinen.
Im Seminar werden wir Kants Schrift gemeinsam lesen und diskutieren und darauf aufbauend die Vorstellungen verschiedener Weltreligionen mit Kants Ansatz konfrontieren. Weitere Informationen werden vor Beginn der Vorlesungszeit auf Moodle bereitgestellt.
Dienstags, ab dem 20.10.26
Zeit: 16.00 - 20.00 Uhr
Ort: Gebäude B3.1 - Seminarraum 3.19
- DozentIn: Maximilian Klein
- DozentIn: Matthias Luxenburger
