
Irgendetwas passierte im östlichen Mittelmeerraum des 6. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung, das wir rückblickend mit dem Etikett ‚Philosophie' versehen haben. Aber was macht das Denken plötzlich philosophisch? Der immense Zeitunterschied und der Verlust vieler schriftlicher Zeugnisse nötigen uns dazu, diese mutmaßlichen Innovationen bei einzelnen Autoren zu suchen: Thales, Anaximander und Anaximenes gehören zu den frühen Naturphilosophen, die uns anspruchsvolle und nicht-mythische Erklärungen des Kosmos liefern. Heraklit ergänzt diese um obskure Aphorismen. Xenophanes beschäftigt sich als Erster mit den Grundlagen menschlicher Erkenntnis. Abseits dieser Lehrinhalte entwickeln, durch die direktdemokratische Regierung Athens begünstigt, reisende Intellektuelle, die sogenannten Sophisten, eine besondere Form des Streitgesprächs und werden zu Wegbereitern des philosophischen Dialogs und des Arguments.
Sokrates markiert einen Wendepunkt in der Philosophie der Antike. Obwohl er nichts aufschrieb, hatte er einen entscheidenden Einfluss auf seine Nachfolger. Es folgen Platon, Aristoteles und viele andere zur Zeit des Hellenismus und der Spätantike. Wenn man sich mit der antiken Vergangenheit der Philosophie beschäftigt, kann leicht der Eindruck entstehen, dass es sich dabei bloß um eine Aneinanderreihung großer Persönlichkeiten handelt. Die Vorlesung widmet sich jedoch in erster Linie den Hauptproblemen und Lösungen, über welche die antiken Philosoph:innen gestritten haben, und bietet uns ausreichend Gelegenheit, engagiert mitzustreiten.
Begleitend zur Vorlesung wird es ein von Alysha Meiller geleitetes Tutorium geben, in dem u.a. die Möglichkeit bestehen wird, einen näheren Blick in ausgewählte Textstücke aus den Schriften der behandelten Philosophen zu werfen.
Donnerstags
Zeit: 14.00 - 16.00 Uhr
Ort: Gebäude E2.5 - Hörsaal I (Raum 0.01)
- DozentIn: Maximilian Klein
Die Vorlesung gibt einen ersten Einblick in und Überblick über eine Epoche der Philosophiegeschichte, die sich von der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erstreckt. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt dabei auf der Zeit von 1600 bis 1800. Dabei sollen nicht nur die Ideen und Theorien einiger wichtiger Philosophen dieser Epoche – wie Descartes, Locke, Leibniz, Hume und Kant – vorgestellt und diskutiert werden, es soll darüber hinaus der Versuch unternommen werden, die charakteristischen Merkmale dieser philosophischen Epoche herauszuarbeiten. Insbesondere soll der Frage nachgegangen werden, durch welche Neuerungen sich die neuzeitliche Philosophie gegenüber ihrer Vorgängerin, der mittelalterlichen Philosophie, auszeichnet.
Dienstags
Zeit: 14.00 - 16.00 Uhr
Ort: Wird noch bekannt gegeben
- DozentIn: Holger Sturm
Donnerstags
Zeit: 16.00 - 18.00 Uhr
Ort: Gebäude E2.5 - Hörsaal III (Raum 0.03)
- DozentIn: Christoph Fehige
