Moralische Meinungsunterschiede scheinen recht häufig vorzukommen, aber ist das, was sich uns auf den ersten Blick als ein moralischer Meinungsunterschied präsentiert, überhaupt ein Meinungsunterschied? Was macht eine Person eigentlich, wenn sie z.B. ehrlich sagt: "Quälen ist moralisch falsch"? Drückt sie wirklich eine Überzeugung aus und, falls ja, was ist der Inhalt der ausgedrückten Überzeugung und - verbunden hiermit - was bedeutet ein Prädikat wie "ist moralisch falsch"? Ist eine solche Person dann auch automatisch (zumindest ein Stück weit) motiviert, selbst nicht zu quälen, und hat sie dann vielleicht ganz und gar einen Grund, nicht zu quälen? Wie sieht es mit moralischem Wissen aus? Können wir das überhaupt erlangen und, falls ja, wie? Und welche Rolle spielen bei all dem eigentlich unsere Gefühle und Emotionen?
Der obige Absatz könnte ein Ausschnitt aus einer Liste metaethischer Fragen sein und es sind derartige Fragen, denen sich das Seminar widmen wird. Für die Diskussion der verschiedenen Themenkomplexe wird das Seminar Texte von Philosoph*innen, die die Metaethik maßgeblich geprägt haben, heranziehen: z.B. Texte von David Hume, John Mackie, Elizabeth Anscombe und John Rawls. Das Seminar findet auf Deutsch statt.
Das Seminar ist zudem als Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten gestaltet und dient somit der Vermittlung der Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens im Allgemeinen (Zitieren, Recherchieren, Schreiben von Hausarbeiten…) sowie grundlegender philosophischer Fähigkeiten (Argumentieren, Definieren…).
Montags
Zeit: 12.00 - 14.00 Uhr
Ort: Gebäude B3.1 - Seminarraum 2.17
- DozentIn: Erik Ossenkopp
